Gelenkersatz immer nur die letzte Option

Allgemein
5. Mai 2021

Minimalinvasiv von der Schulter bis zum Knie: Bei den hochspezialisierten orthopädischen Chirurgen der Procelsio Clinic steht täglich die schonendste und beste Behandlung für jeden Patienten im Fokus

Chirurgen sehen sich dem hartnäckigen Vorwurf ausgesetzt, zu schnell und zu viel zu operieren. Wer sich nun sorgt, sein lädiertes Knie oder seine schmerzende Hüfte könnte unnötigerweise unters Skalpell kommen, sollte sich über die Procelsio Clinic informieren. Auf der Website der seit 2020 zur Universitätsmedizin Essen gehörenden kleinen Privatklinik, die unter bestimmten Voraussetzungen auch Kassenpatienten behandelt, erfährt man beispielsweise, dass dort ausschließlich Fachärzte tätig sind, die auf die Behandlung von Gelenkerkrankungen spezialisiert sind. Besser: hochspezialisiert sind, denn jeder dieser Fachärzte führt innerhalb der operativen Versorgung nur solche Eingriffe durch, die er schon Hunderte oder gar Tausende Male durchgeführt hat. Dabei ‒ und das betrifft jetzt die eingangs beschriebene Sorge ‒ arbeiten die Fachärzte nach der Devise: Wann immer die Diagnose es zulässt, ist eine große Operation zu vermeiden.

„Keiner unserer Ärzte hat ein Interesse daran, sich in einer komplexen, aufwändigen Operation zu beweisen oder gar vorschnell dazu zu raten. Wir orientieren uns konsequent am Patienten und tun das, was am besten für ihn ist. Und das tun wir so minimalinvasiv und schonend wie es möglich ist ‒ im Idealfall, in dem wir das Gelenk erhalten“, erläutert der Ärztliche Direktor, Dr. med. Konrad Körsmeier.

Führend bei der Hüftarthroskopie

Um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, setzt die Procelsio Clinic konsequent auf innovative Behandlungsmethoden und auf spezielle gelenkerhaltende Verfahren, die nur sehr wenige Kliniken anbieten können. Mit Erfolg, denn mittlerweile hat sie sich als eines der führenden Kompetenzzentren für Hüftarthroskopie, Knorpelzelltransplantation und innovativen Gelenkersatz etabliert, wobei es gerade die Kombination der beiden Therapiewege ist, die die Procelsio Clinic so besonders macht. Dr. Körsmeier: „In der Regel ist es so, dass sich eine orthopädische Einrichtung entweder auf die Endoprothetik oder, was viel seltener ist, auf gelenkerhaltende Behandlungen spezialisiert ist. Wir hingegen können jederzeit beide Wege gehen und somit bei jedem Patienten entscheiden, welche Therapie für ihn am besten wäre.“

Beispiel Hüfte: Wenn möglich, gehen die Spezialisten hier arthroskopisch vor. Durch kleine Hautschnitte gelangen sie mit dem Arthroskop in das Gelenk und sehen sich dort sämtliche Strukturen an, um anschließend mit winzigen Instrumenten das Gelenk so zu operieren, dass es erhalten bleibt. „Dieser Eingriff ist die schonendste Operation am Hüftgelenk“, erklärt Dr. Körsmeier. „Sie ist allerdings auch besonders anspruchsvoll und erfordert langjährige Erfahrung.“ In der Procelsio Clinic hat man sie: Seit mehr als 10 Jahren führen die Spezialisten dort über 200 Hüftarthroskopien pro Jahr durch.

Keiner unserer Ärzte hat ein Interesse daran, sich in einer komplexen, aufwändigen Operation zu beweisen oder gar vorschnell dazu zu raten. Wir orientieren uns konsequent am Patienten und tun das, was am besten für ihn ist. Und das tun wir so minimalinvasiv und schonend wie es möglich ist ‒ im Idealfall, in dem wir das Gelenk erhalten.“

Ärztliche Direktor, Dr. med. Konrad Körsmeier

Gelenkerhaltende Knorpelzelltransplantation

Eine besondere Variante ist die Knorpelzelltransplantation. Sie kommt infrage, wenn die Schädigung des Knorpels noch begrenzt ist. Während inzwischen eine größere Zahl von Krankenhäusern zu finden ist, in denen die Knorpelzelltransplantation am Knie durchgeführt werden kann, sind nur ganz wenige Kliniken in Deutschland in der Lage, diese auch an der Hüfte vorzunehmen. Die Ärzte der Procelsio Clinic waren an der Entwicklung dieses Verfahrens sowie der Durchführung der damit verbundenen Studien beteiligt. Dr. Körsmeier erklärt das Verfahren: „Zunächst entnehmen wir arthroskopisch einige gesunde Knorpelzellen aus dem Gelenk sowie etwas Blut aus der Vene. Diese Zellen werden in einem Speziallabor im Blut des Patienten zur Anzüchtung gebracht und dann in kleinen Kugeln aufbereitet. Nach sechs bis acht Wochen transplantieren wir die Zellen erneut arthroskopisch in das Hüftgelenk des Patienten. Nach weiteren sechs Wochen ist der fehlende Knorpel so weit aufgefüllt, dass der Patient das Hüftgelenk langsam stärker belasten kann, nach etwa sechs bis acht Monaten ist für ihn wieder alles wie vorher.“

Nicht immer ist ein arthroskopischer Eingriff möglich. Aber selbst wenn ein Patient nicht um einen Gelenkersatz an der Hüfte herumkommt, hat der Arzt grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten, diese einzusetzen: Er kann konventionell vorgehen und sich Zugang verschaffen, indem er Bänder, Sehnen und Muskeln durchtrennt, oder er wendet eine minimalinvasive Variante an, im Idealfall die in der Procelsio Clinic ausschließlich angewandte, besonders schonende AMIS-Methode. Dieses Verfahren, das viel chirurgisches Know-how und eine spezielle technische Ausstattung erfordert, ermöglicht einen vorderen minimalinvasiven Zugang, ohne dass die dortigen Muskeln, Sehnen oder Bänder durchtrennt werden müssen – vor allem wird die seitliche Muskelgruppe der Abduktoren nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge: Wenige Stunden nach dem Eingriff kann der Patient das Gelenk wieder voll belasten. Und: Nach einem AMIS-Eingriff, den nicht sehr viele Kliniken in Deutschland beherrschen, ist in den meisten Fällen nur noch eine ambulante statt einer stationären REHA erforderlich.

Maßgeschneiderte Miniprothese fürs Knie

Bestimmte Erkrankungen des Kniegelenks können die Spezialisten der Procelsio Clinic rein arthroskopisch therapieren. Allerdings müssen bei fortgeschrittener Arthrose, wenn arthroskopische Operationen oder die Knorpelzelltransplantation nicht mehr helfen können, Endoprothesen implantiert werden.

Doch auch hier setzen die Operateure zunehmend Teil- und Miniprothesen statt Vollprothesen ein, um nicht betroffene Gelenkabschnitte zu erhalten. Möglich ist das, weil die Fachärzte auch hier ihrer Vorreiterrolle gerecht werden und mit den entsprechenden Herstellern an innovativen Behandlungsmethoden arbeiten.

Bei Bedarf werden auch maßgeschneiderte Prothesen eingesetzt. Dafür wird die Anatomie des Knies exakt vermessen und ein virtuelles 3D-Modell erstellt, das dann als Vorlage für die Herstellung einer individuellen Prothese dient, die exakt sitzt. Ohne dieses Verfahren ist eine perfekte Einpassung der Miniprothese in den umliegenden Knorpel nicht möglich. So entstehen individuelle Lösungen für den jeweiligen Patienten, die den Austausch des kompletten Kniegelenks vermeiden können.

Dieser Artikel erschien am 29.4.2021 in der ZEIT NRW Sonderbeilage „Spitzenmedizin NRW“.

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