Das Verlagshaus W. Girardet wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Wilhelm Girardet errichtet und beherbergte lange Zeit eines der größten Druckerei-unternehmen Deutschlands.
Fast wäre Rüttenscheid um einen imposanten Bau ärmer geworden. 1988 reiften in der Stadtverwaltung Pläne zum Abriss der ehemaligen Produktionsstätte. Hier sollten Büros und Hotels entstehen. Rüttenscheid hätte nach so vielen Kriegsverlusten nun ein weiteres Gebäude mit Historie verloren.
Die Rettung des denkmalwürdigen – aber nicht denkmalgeschützten – Gebäudes kam von außen, von weit her. 1989 erwarb der Berliner Unternehmer Dietmar Otremba (der einige Zeit in Essen gewohnt hatte) den gesamten Druckereikomplex.
Die schöne Ziegelarchitektur wurde aufgefrischt und stellt wieder einen Blickfang dar. Es gelang dem mutigen Investor zugleich, das Haus auch innen – trotz einiger Anfangsschwierigkeiten – mit neuem Leben zu füllen. Heute findet sich im Girardet Haus eine bunte Mischung aus Medizin-, Fortbildungs-, Kultur- und Fitnesseinrichtungen sowie Geschäften und Gaststätten.
*Quelle: Die Geschichte Rüttenscheids