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KNORPELZELLTRANSPLANTATION

Der Erhalt eines geschädigten Gelenks steht bei uns in der Procelsio Clinic immer im Fokus einer Therapie. Durch verschiedene Umstände, u.a. ein Trauma, kann es v.a. am Knie- und Hüftgelenk zu isolierten, tiefgreifenden Knorpelschäden kommen. Werden diese nicht rechtzeitig behandelt, kann bei weiterer Belastung daraus eine Arthrose des Gelenks entstehen. Wurde in früherer Zeit dieser Knorpelschaden mittels der sogenannten Mikrofrakturierung (Knochenanbohrung) behandelt, die zu einem wenig haltbaren Ersatzgewebe führt, ist der Standard heute die Transplantation körpereigener, im Labor gezüchteter Knorpelzellen, die den Defekt auffüllen. Diese ist von Qualität und Haltbarkeit mit dem gesunden Knorpel vergleichbar. Am Kniegelenk wird diese Methode seit fast 20 Jahren mit guten bis sehr guten Ergebnissen durchgeführt.

Anwendungsbereiche

Hauptanwendungsbereich sind Knorpelschäden am Kniegelenk, die z.B. durch ein Trauma, Überbelastung oder Engesyndrom (Impingement) entstehen können. Dabei kommt es darauf an, nicht nur zu klären, ob und wie Knorpelschäden behandelt werden sollen, sondern vor allem deren Ursache zu erkennen und ebenso zu therapieren. Häufig bestehen hier komplexe Zusammenhänge und Krankheitsbilder, die in der Regel nur von sehr erfahrenen, operativ tätigen Orthopäden behandelt werden sollten.

Alle Voraussetzungen sind dafür in der Procelsio Clinic gegeben. Unser spezialisiertes Ärzteteam steht Ihnen hier gerne beratend zur Seite und begleitet Sie von der ersten Sekunde an durch den gesamten Behandlungsverlauf.

Wie läuft die Knorpelzelltransplantation ab?

Im ersten Schritt entnehmen wir arthroskopisch einige gesunde Knorpelzellen aus Ihrem Gelenk sowie etwas Blut aus der Vene. Diese Zellen werden in einem Speziallabor in ihrem eigenen Blut zur Anzüchtung gebracht. Das Verfahren ist rein biologisch, es werden keine Zusatzstoffe verwendet. Wir helfen also Ihren eigenen Zellen lediglich bei der Vermehrung – in einer idealen Umgebung und unter optimalen Bedingungen. Damit erhöht sich die Verträglichkeit des Verfahrens erheblich. Die so gewonnenen Zellen werden in kleinen Kugeln, den sogenannten „Sphäroiden“, aufbereitet.

Jedes Sphäroid enthält bis zu 200.000 hyaline Knorpelzellen. Diese werden nach einer Anzüchtungszeit von sechs bis acht Wochen wiederum arthroskopisch in das Gelenk transplantiert. Nach einer Rehabilitationszeit von etwa sechs weiteren Wochen ist der Knorpeldefekt soweit aufgefüllt, dass die Belastung gesteigert werden kann. Nach etwa 6-8 Monaten sollte der Knorpel annähernd so belastbar sein wie vorher.

Dr. med. Michael Kamminga

Chefarzt
Facharzt für Orthopädie & Spezielle Unfallchirurgie
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Dr. med. Michael Kamminga
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